Britta: Ich genieße meine Kinder UND das Berufsleben

Britta: Ich genieße meine Kinder UND das Berufsleben

Britta, 41, Journalistin, hat zwei Mädchen, knapp 4 und knapp 2 Jahre.

Wie alt warst du, als du zum ersten Mal gedacht hast: „Ein Kind zu haben wäre schön.“

Eigentlich wollte ich schon immer Kinder. Es hat sich früher einfach nicht ergeben.

Aus welchen Gründen hat sich bei dir die Mutterschaft mit Ende 30 / Anfang 40 ergeben? War es eine bewusste Entscheidung?

Ich war schon 33 Jahre alt, als ich den Mann kennengelernt habe, der der Vater meiner Kinder wurde. Wir haben anfangs die Zeit zu zweit genossen, sind viel ausgegangen und in den Urlaub gefahren. Als wir uns dann entschieden haben, Eltern zu werden, bin ich nicht gleich schwanger geworden, es hat gut 1,5 Jahre gedauert. Deshalb war ich schon 38, als ich zum ersten Mal Mutter geworden bin.

Wie hat dein Umfeld auf die Schwangerschaft / Mutterschaft mit Ende 30/Anfang 40 reagiert?

Es haben sich alle für mich und mit mir gefreut. Negative Kommentare wegen meines Alters habe ich keine bekommen.

Fühlst du dich altersmäßig als Außenseiterin oder in bester Gesellschaft?

Ich habe in meinem Umfeld viele Mütter, die erst mit 35 oder später Mutter geworden sind. Von daher bin ich in bester Gesellschaft.

Hast du das Gefühl, dass du die Erziehung deines Kindes und deinen beruflichen Alltag anders angehst, als beispielsweise eine 20- oder 30-jährige Frau? Wenn ja, warum?

Das ist schwer zu sagen. Ich kenne mich ja nur als Mutter, wie ich heute eine bin. Mir war nach der Geburt beider Kinder wichtig, dass ich weiter berufstätig bin – und diesen Anspruch hätte ich auch mit 30 gehabt. Ich verbringe gerne Zeit mit meinen Kindern, genieße aber auch die Unabhängigkeit im Berufsleben. Mir ist wichtig, eigenes Geld zu verdienen, meine Rente eigenständig abzusichern, auch wenn das manchmal harte Verhandlungsprozesse mit meinem Partner mit sich bringt.

Was spricht aus deiner Sicht für eine Mutterschaft mit Ende 30 / Anfang 40?

Für eine späte Mutterschaft spricht alles. Es ist doch in Ordnung, sich auch noch spät für ein Kind zu entscheiden.

Was sind aus deiner Sicht die Nachteile einer Mutterschaft mit Ende 30 / Anfang 40?

Das biologische Alter.

Wenn ich 60 bin, machen meine Kinder Abitur oder werden mit ihrer Ausbildung fertig. Wenn sie 30 sind, bin ich fast 70. Das macht mir oft Sorgen. Werde ich noch lange fit genug sein, um mich um die Bedürfnisse meiner Kinder zu kümmern? Andererseits es ist müßig, darüber nachzudenken. Ich kann die Zeit nicht anhalten oder zurückdrehen.

Hattest du eine entspannte Schwangerschaft? Hat dich der Begriff „Risikoschwangerschaft“ beunruhigt?

Die erste Schwangerschaft war sehr entspannt, bei der zweiten hatte ich mehr Zipperlein, aber nichts Dramatisches. Das Kreuzchen im Mutterpass hat mich nicht beunruhigt. Ich hatte bei beiden Kinder das Gefühl, dass schon alles gut gehen wird.

Machst du dir Gedanken über die Zukunft, was das Altersverhältnis zwischen dir und deinem Kind / deinen Kindern betrifft?

Ja, siehe oben.

Das möchte ich allen Ü40-Mamas gerne sagen:

Freut euch über die Kinder, die ihr bekommen habt. Und macht euch keine Sorgen über die Zukunft. Ich halte es gerne mit dem kölschen Sprichwort: „Et kütt wie et kütt un et hät noch emmer joot jejange.“

 

 



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