Mama-Glossar

Mama-Glossar

A wie Autofahren. Bei uns immer noch die sicherste Einschlafmethode. Wenn gar nichts mehr geht, und der Kleine am später Abend noch quietschfidel ist, hilft eine Autobahnrunde. Stadtverkehr und Landstraße sind zwecklos.

B wie Bücher. „Henriette Bimmelbahn“, „Bobo Siebenschläfer“, und „Wieso? Weshalb? Warum?“. Unsere effektivste Wartezimmerlektüre, auch bestens geeignet für lange Autofahrten.

C wie Clown. Da möchte man sein Kind glücklich machen und schleppt es zum Kindertheater. Aber der Junior fand es gruselig und gar nicht lustig. Ein typischer Fall von gut gemeint und schlecht gelaufen.

D wie Durst. Ich möchte meinem Sohn beibringen, dass er Wasser trinkt, wenn er durstig ist. Das war anfangs schwierig bei der Umstellung von Muttermilch auf Wasser, es fehlte offenbar der Geschmacksträger. Inzwischen klappt es gut.

E wie ehrlich. Kleinkinder sind grundehrlich. Mein Sohn gibt im Kindergarten offen zu, wenn er etwas angestellt hat, obwohl ein anderes Kind verdächtigt wird. Ein sehr sympathischer Zug, der leider im Erwachsenenalter oft verloren geht.

F wie Futterneid. Mein Sohn ist stinksauer, wenn Erwachsene im Café einen Eisbecher bestellen und er nur eine Kinderportion bekommt. Im Restaurant wehrt er sich gegen Kinderteller, trotzdem schafft er nie eine Erwachsenenportion. Sind andere Kinder auch so?

G wie gemütlich. „Komm, Mama, wir machen es uns gemütlich!“ tönt es im Winter häufig aus der Ecke. Da sitzt ein süßer Fratz mit Kuscheldecke und Buch. Ob ein Kind aus Südspanien sowas  auch sagen würde?

H wie Hitze. Anstrengend für die Kleinen. Und anstrengend für die Eltern, wenn die Kinder nachts nicht schlafen wollen, weil es noch so hell und warm ist. Tipps von Südländern erwünscht!

I wie Instrumente. Sie schulen das Gehör, machen intelligenter und fördern die Entwicklung. Wer sich ständig schräge Trompetentöne oder wildes Getrommel anhören muss, verabschiedet sich schnell von pädagogisch wertvollen Instrumenten.

J wie Jahaaa! Ein lang gezogenes Ja aus dem Kindermund bedeutet: „Ich hab’s gehört Mama, aber du nervst!“

K wie Kaka und Pipi. Das große und kleine Geschäft fasziniert die Kindergartenkinder und ist ein häufiges Gesprächsthema. Vielleicht hatte Freud mit der analen Phase doch Recht?

L wie Lachen. Ich bin lustig, wusste es nur noch nicht. Wenn ich eine Grimasse schneide, lacht mein Sohn laut und quietschend. Was gibt es Schöneres?

M wie Morgenstress. Frühstück vorbereiten und Klamotten aussuchen klappt bei uns morgens nie im vorgegebenen Zeitrahmen. Der Kurze sucht sich die Klamotten schon abends aus und bereitet die Trockenmischung für sein Müsli vor. Das spart uns morgens wertvolle Minute.

N wie Nasebohren. Es heißt, alle Kinder tun es. Verbieten hilft also nichts.

O wie Ohren. Eine Mittelohrentzündung steht bei uns jeden Winter auf dem Programm. Eine sehr lästige und schmerzhafte Kleinkindkrankheit!

P wie passt schon. Mein Sohn möchte seine Garderobe selbst zusammenstellen und kombiniert gerne das T Shirt mit blauen Walen zu Shorts mit grünen Krokodilen und roten Sneakern. Der spitze Ausruf „So gehst du mir nicht aus dem Haus!“ wich bei mir schnell einen fatalistischen „Wenn’s sein muss…“

Q wie Quatsch. Quatschmachen ist des Kindes Lust. Ist zuhause weniger problematisch als in der Öffentlichkeit. Ein imitiertes Pupsgeräusch sorgt für Augenzwinkern von den einen  und strafende Blicke den anderen. That’s life.

R wie Retourkutsche. Eine der gefühlt 100 Fragen meines Sohnes pro Tag beantwortete ich einmal lapidar mit: „Weil das halt so ist.“ Frage ich ihn, warum er dies und jenes gemacht hat, kommt derzeit immer die selbe Antwort: „Weil das halt so ist“.

S wie Süßigkeiten. Erlauben ja oder nein und wenn ja wie viel? Mein Eindruck: Erziehung hin oder her, im Kindergarten werden Fakten geschaffen. Nicht immer zu meiner Zufriedenheit.

T wie Tanzen. Mein Sohn beherrscht einen Hüftschwung, den er nicht von mir haben kann. Zuckersüß!

U wie unfair. Leicht passiert es, dass man vergisst, sich in ein Kind hineinzuversetzen. Kann ein Dreijähriger verstehen, warum seine Mama eine Rezeptseite aus einer Illustrierten reißt, er aber keine Seite aus seinem Kinderbuch reißen darf?

V wie verliebt. Ja, immer und jeden Tag aufs Neue!

W wie Wutanfall. Nur ein einfacher Tipp: nicht sofort losschimpfen. Erst mal gaaanz tief Durchatmen, kurz an etwas anderes denken. Wirkt wie die Reset-Taste. Brigitte Mom hat 32 mir sehr bekannte Gründe aufgelistet, warum Kinder einen Wutanfall bekommen. 32 Gründe für Wutanfälle von Kleinkindern

X wie zum x-ten Mal. 1000 mal gesagt, aber es kommt nicht an: Bitte nicht auf den Tisch malen, nur auf das Blatt. Gute Tipps erwünscht!

Y wie Yeah! Ein Erfolgserlebnis ist, wenn Sohnemann ein halbes Jahr über Gemüse meckert und dann einen großen Teller davon verspeist.

Z wie Zähne putzen. War ein leidiges Thema bei uns, jeden Tag aufs Neue. Mit viel Unterhaltungsprogramm, bunten Zahnbürsten und viel Geduld klappte es irgendwann richtig gut.



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